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Nachdem ich die ersten beiden Partien des Tages aus flugtechnischen Gründen geplant verpasst hatte und das U19-Aufeinandertreffen zwischen Finnland
und der Schweiz nicht gerade Floorballkost der allerfeinsten Sorte war, war umso mehr Vorfreude auf die letzte Partie des 4. Novembers 2011 angesagt: nun traten die Seniorinnen-Teams
der beiden Länder in den Ring, um neben einer guten Vorbereiungspartie und etwas Ehre auch noch Werbung für den Sport gewinnen wollten.
So begann das Match auch schwungvoll, die Schweiz war dabei durchaus das bessere Team - toremässig wollte sich das aber erst in der 16. Minute niederschlagen:
Corin Rüttimann schicke Julia Suter auf die Reise in Richtung Jonna Mäkelä - und die Schweizerin verwandelte den Konter freistehend vor der finnischen Schlussfrau.
Danach gab es nur noch eine Szene, die wirklich bemerkenswert war. Aus mir nicht erkennbaren Gründen fasste sich Silvana Nötzli plötzlich vor dem finnischen Tor an den Knöchel - ihre Reise ging bereits
in der Drittelpause ins Spittal.
Im zweiten Drittel schenkten sich die beiden Teams zunächst nichts - auch eine Strafzeit gegen Mia Karjalainen (26.) änderte nicht viel an den Kräfteverhältnissen in der Halle. In den letzten Minuten
des Drittels drehten dann aber immer mehr die Gastgeberinnen auf - doch mit einer sicheren Defensive und einer stark aufgelegten Heidi Jud im schweizer Tor hatten die Finninnen zu viele Hürden auf dem Weg zum Ausgleich - es blieb also nach vierzig Minuten
bei der knappen Führung der Mannschaft von Figi Coray.
Finnland hielt zu Beginn des Schlussdrittels den Druck aufrecht, doch erst durch eine Strafzeit gegen Seraina Ulber konnten die Skandinavierinnen die entscheidenden Vorteile erarbeiten: den Schuss
von Anu Peltokangas konnte Jud nur abtropfen lassen, Katri Luomaniemi staubte zum Ausgleich ab (49.). Doch während nun die etwas
spärlichen Zuschauer wohl vornehmlich darauf hofften, dass nun der blau-weisse Knoten platzte, war es eher der Kragen vom finnischen Headcoach
Karo Kuussari, der einen solchen Schaden nahm - und daran war vor allem Corin Rüttimann "Schuld": nur eine gute Minute nach dem Ausgleichstreffer wurde sie von Piranha-Kollegin Mirca Anderegg kurz auf der rechten Seite bedient
und zog sofort unhaltbar für Mäkelä ab - fünf Minuten später erhöhte die junge Stürmerin sogar auf 3:1, kurz nachdem eine Strafe gegen Heidi Härkönen abgelaufen war: Ulber bediente die Stürmerin im Slot, diese liess sich die Chance nicht nehmen.
Als unter anderen Sabrina Arpagaus bei einem Angriff in der 57. Minute Hanna-Mari Uimonen bearbeitete, bettelten die Schweizer geradezu um den Strafschuss - doch Jenni Timonen scheiterte an Jud und auch die Überzahl blieb torlos, so dass die Damen in rot-weiss
die Führung souverän nach Hause brachten. Auch den Extrapunkt liessen sie sich nicht nehmen: während Jud unbezwungen blieb, zockte Mirca Anderegg ihren Penalty mit einem
Schuss zwischen den Beinen an Mäkelä vorbei - unter dem Strich das verdiente Ende unter einer überzeugenden schweizer Leistung.
| Finnland | | Schweiz
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31 | Jonna Mäkelä (TW) | 1 | Heidi Jud (TW)
| 30 | Liisa Kokkonen (TW) | 28 | Helen Bircher (TW)
| 4 | Sanna Roisko | 4 | Margit Scheidegger
| 7 | Laura Kokko | 5 | Marion Rittmeyer
| 8 | Jenni Timonen | 6 | Michelle Wiki
| 9 | Eliisa Alanko | 7 | Sabrina Arpagaus
| 10 | Kristiina Kauppila | 8 | Priska von Rickenbach
| 11 | Henna Ilmola | 9 | Julia Suter
| 12 | Mia Karjalainen | 10 | Ramona Gabathuler
| 13 | Laura Mertsalmi | 11 | Nina Bärtschi
| 14 | Anu Peltokangas | 12 | Tanja Stella
| 15 | Elina Enlund | 13 | Andrea Hofstetter
| 16 | Hanna-Mari Uimonen | 14 | Mirca Anderegg
| 17 | Heidi Härkönen | 17 | Silvana Nötzli
| 18 | Elina Kujala | 18 | Natalie Stadelmann
| 19 | Karoliina Kujala | 21 | Corin Rüttimann
| 21 | Eija Pasanen | 22 | Seraina Ulber
| 22 | Ella Alanko | 23 | Christine Zimmermann
| 24 | Katri Luomaniemi | 24 | Flurina Marti
| 26 | Tiia Ukkonen | 27 | Simone Berner
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